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Nachdem in den letzten Monaten das Wehr am Stausee Beyenburg einer intensiven Sanierung unterzogen wurde wird nun an der Durchlässigkeit der Anlage für Wanderfische gearbeitet. Dabei starteten die ersten Bauarbeiten schon während den Sanierungsarbeiten und werden nun fortgeführt. Hierbei wird zunächst eine ausreichende Leitströmung konstruiert um die Aufmerksamkeit der wandernden Fische zu gewinnen.

André Schäfer
Creative Commons License photo credit: Lestidae

Momentan konzentrieren sich die Bauarbeiten auf die Fisch Aufstiegsrinne. Diese wird wie ein weit gewundener natürlicher Wasserlauf gestaltet sein und lockt die Fische durch eine intensivere Strömung am Wehr vorbei über einen sanften Aufstieg in den über dem Wehr gelegenen Flusslauf. Insgesamt wird hier eine Umgehung mit einer Länge von knapp 200 Metern und einem Höhenunterschied von rund 7 Metern mit 50 Stufen dafür sorgen die Durchlässigkeit des Stromes wiederherzustellen. Hierdurch wird das letzte Hindernis für Lachse und Meerforellen beseitigt. Diese konnten bisher – vom Rhein flussaufwärts kommend – die letzten 75 Kilometer bis zu den potentiellen Laichgewässern im Flussoberlauf nicht erreichen. Im Rahmen des Wanderfischprogramms in NRW hat man hiermit einen weiteren essentiell wichtigen Schritt getan diese vom Aussterben bedrohten Fische wieder heimisch zu machen. Bisher waren zwar die Aussetzungsversuche hinsichtlich der Wasserqualität erfolgreich, doch überleben bisher noch zu wenige Lachse den beschwerlichen Weg vom Geburtsort zum Meer und wieder zurück – und die meisten Laichgewässer sind nach wie vor verbaut und unzugänglich. Um eine selbst erhaltende Population dieser charismatischen Wanderfische aufzubauen ist daher ein größerer Laicherfolg unabdingbar und mit der Arbeit am Stausee Beyenburg einen großen Schritt näher gerückt.

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