Versteckt zwischen den Städten und Gemeinden Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal liegt der größte Frischwasserschatz des Rheinisch Bergischen Kreises. Angelegt erst vor wenigen Jahren, hat sich dieses immense Trinkwasserreservoire nicht nur in dieser Hinsicht als wertvoll erwiesen, sondern kann nun auch hinsichtlich ökologischer und touristischer Perspektiven als voller Erfolg gewertet werden. Geplant bereits zu Beginn der 70er Jahre, wurde der Bau bereits 1975 begonnen und zehn Jahre später fertig gestellt.
Nach zahlreichen Abriss-, Umsiedlungs- und Rodungsarbeiten und probeweisen Wassereinleitungen konnte die Dhünntalsperre schließlich am 30. September 1988 mit einer Einweihungsfeier offiziell eingeweiht werden und nahm ihren Betrieb auf. Dies löste Probleme der Trinkwasserknappheit in ausgeprägten Trockenjahren und war derart produktiv, dass die Dhünntalsperre auch in das System der Notfallversorgungen der Landeshauptstadt Düsseldorf einbezogen werden konnte.
Gespeist wird die Dhünntalsperre – Nomen est Omen – von der Kleinen Dhünn und der Großen Dhünn und Zuflüssen wie dem Frenkhausener Bach, dem Hohemühlenbach, dem Ledderbach, dem Oberstockberger Bach und dem Viersbach.
Insgesamt erzeugt die Dhünntalsperre momentan 42 Mio. m³ Trinkwasser pro Jahr und dient als Hoch – und Niedrigwasserschutz für die flussabwärts wohnenden Anrainer des Flusslaufes. Der Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper entnimmt der Talsperre jährlich 6 Mio. m³ für die von ihm versorgten Ortschaften. Wuppertal, Remscheid, Solingen und Leverkusen beziehen ihr Trinkwasser über den Bergischen Trinkwasserverbund GmbH ebenfalls aus diesem Reservoir. Die Dimensionierung der Talsperre wurde bewusst so gewählt, dass sie als Überjahresspeicher dienen kann, der die fehlenden Niederschläge von extremen Trockenjahren über mehrere Jahre puffern kann bevor es zu Trinkwasserengpässen käme.
Die Dhünntalsperre kann über den Wupperverband regelmäßig über geführte Wanderungen besichtigt werden, was einen sehr guten Überblick über die technisch hochmoderne Anlage gibt.
