Feb

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Wanderfische wie Lachs und Forelle waren viele Jahre heimisch im Rhein und seinen Nebengewässern. Auch der Maifisch war in früheren Zeiten sehr häufig im Rhein unterwegs. Seit den 1920er Jahren ist die Zahl dieser Fische jedoch dramatisch zurück gegangen. Starke Verschmutzung der Gewässer, Überfischung und der Ausbau des Rheins zur Schifffahrtsstraße waren Schuld, dass Lachs, Forelle und Maifisch beinah ausgerottet wurden. Verschiedene Projekte bemühen sich jetzt, die Fische wieder in Wupper, Dhünn und Rhein anzusiedeln. Die deutlich verbesserte Wasserqualität ermöglicht den Tieren heute wieder ein gesundes Leben.


Das Wanderfischprogramm für Lachs und Forelle
Lachse und Forellen sind Wanderfische, die im Erwachsenenalter ihre Kinderstube verlassen und durch den Rhein und seine Nebenflüsse zum Meer schwimmen. Ein bis drei Jahre später kehren sie wieder an die Stätte ihrer Geburt zurück, um dort selbst zu laichen. Um diesen Zyklus wieder in Gang zu setzen, brauchen die Fische menschliche Starthilfe. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt Lachs und Forelle diese Starthilfe in Form des Wanderfischprogramms, das durch das ehrenamtliche Engagement vieler Freiwilliger ermöglicht wird. Um die Lachse wieder in der Wupper anzusiedeln, werden in einem Bruthaus  vom Bergischen Fischereiverein Lachsbrütlinge aufgezogen und im Fluss ausgesetzt. Leider schafft es zurzeit nur ein verschwindend geringer Teil der ausgesetzten Brütlinge zum Laichen in die Wupper zurück zu kehren.
Auch an der Dhünn, dem größten Nebenfluss der Wupper, gibt es eine Brutstation für Lachse und Meerforellen. Die Station am ehemaligen Auermühlenwehr wird vom Sportangelverein Bayer Leverkusen aus eigenen finanziellen Mitteln betreut. Zusätzliche Förderung steuert die Stiftung Wasserlauf bei.

Auch der Maifisch kehrt zurück
Schöne Erfolge hat man bei der Wiederansiedlung des Maifischs im Rhein erreicht. Früher wanderte der Maifisch zu Hunderttausenden den Rhein hinauf. Einst der häufigste Fisch im Rhein und ein beliebter Speisefisch, wurde auch der Maifisch in den 1920er Jahren fast völlig ausgerottet. Heute gibt es nur noch einzelne Exemplare der großen Heringsart im Rhein und seinen Nebenflüssen. Größere Bestände leben nur noch in Frankreich. Eine 2007 gestartete Aktion sollte das ändern und den Maifisch wieder im Rhein heimisch machen. Das „Maifisch-Projekt“ unter der Trägerschaft des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) hat bis  Ende 2010 fünf Millionen Maifischlarven im Rhein ausgesetzt. Gefördert wurde das Projekt auch von der Europäischen Union. In einem neuen EU- Projekt LIFE+ sollen die Besatzmaßnahmen nun bis 2015 fortgeführt werden. Jetzt sind bei Kalkar am Niederrhein die ersten Jungfische gefangen worden. Ein schöner Erfolg für das LIFE Projekt!
Genauere Informationen zum Maifisch-Projekt gibt es unter http://www.lanuv.nrw.de/alosa-alosa/de/index.html.

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